...und wollten weiter nach Garons“
Wir, die Pfadfinder aus Flörsheim-Dalsheim, besuchten in den vorösterlichen Tagen unsere Partnergemeinde Garons in Frankreich.

Es war bereits dunkel als wir mit dem TGV in Frankreich, genauer gesagt in Avignon, ankamen. Der starke Wind pustete uns beinahe um und es schien uns fast unmöglich gegen ihn anzukommen. Lange ersehnten wir uns die Reise nach Südfrankreich und hatten nun unser erstes Etappenziel, die Stadt an der Rhône, erreicht.

Während wir Avignon am nächsten Tag erkundeten und uns eine Sehenswürdigkeit nach der anderen mehr beeindruckte, ob es der Palais des Papes oder der Pont d‘Avignon war, überflutete uns immer mehr das Gefühl endlich angekommen zu sein. Besonders untermalt wurde dieses Gefühl, indem wir immer wieder von Einheimischen mit „Bonjour les filles“ oder „Bonjour les scouts“ begrüßt wurden, während wir durch die kleinen, verschlungenen Gassen Avignons liefen und uns von dem Duft frisch gebackener Crêpes verführen ließen. Mit der Stadt im Rücken und dem Lied „ Sur le Pont d‘Avignon“ als Ohrwurm wanderten wir durch die abwechslungsreiche idyllische Landschaft der Region.

Kurz vorm Wochenende war unsere 2. Zwischenetappe fast erreicht. In Nîmes wurden wir schon von Karin, einem Mitglied des französischen Partnerschaftskomitees, erwartet. Nach einer kurzen Autofahrt erreichten wir Garons. Ich war aufgeregt, denn ich wusste nicht was mich und meine Gruppe erwartet. Dieses Gefühl ist normal, wenn man auf Fahrt geht. Man kennt die Gegend nur von Reiseführern, Internetrecherchen, evtl. von Erzählungen oder sogar nur von einer Wanderkarte.

Wir waren weiterhin auf dem Weg das Unbekannte zu erkunden und auf verschiedene Art und Weise Gemeinschaft zu erleben. Doch diesmal war unser Ziel nicht mitten in einem Wald, auf einer Wiese, am Meer oder an einem See, sondern die Partnerschaftsgemeinde von Flörsheim-Dalsheim, Garons.

Schon während der Autofahrt konnte man erkennen, dass Garons nicht nur ein kleiner Ort mitten im Nirgendwo ist. So wie Flörsheim-Dalsheim hat auch Garons seine modernen und historischen Seiten. Keiner von uns ahnte, dass Garons einen Flughafen und eine Stierkampfarena besitzt. Während einer kleiner Ortsführung lernten wir die Arena auch von innen kennen und schauten zu wie junge Männer mittels einer Stieratrappe für einen Stierkampf übten. Entlang der „Grand Rue“ vollzieht sich ein Teil der alten Stadtmauer Garons, die in dem gleichen Stil wie die alten Häuser Garons aus Feldsteinen gebaut ist.

Im Gegensatz dazu gibt es natürlich auch die moderneren Häuser mit ihrem südländischen Flair, die uns schon von kleinen  Durchreisedörfern oder Städten bekannt sind. Doch Garons strahlt für uns eine ganz besondere Atmosphäre aus. Es sind nicht nur die großen Weinberge, die den Ort umgeben oder der „Parcours santé“, ein Park mit Attraktionen für Jung und Alt, die uns erneut das Gefühl gaben an einem Ort angekommen zu sein, wo wir uns wohlfühlten und den wir vorerst nicht mehr verlassen wollten. In Erinnerung bleiben uns v. a. auch die Begegnungen und Erlebnisse, die uns während unseres Aufenthaltes begleiteten sowie die Gastfreundschaft und die Bemühungen des Partnerschaftskomitees in Garons.

Unsere Reise führte uns weiter in die Stadt Nîmes, zum Pont du Gard und zum Ausklang einen Tag ans Meer. Egal wo wir uns befanden, die Gastfreundschaft der Franzosen blieb so, wie wir sie in Garons kennengelernt haben. Wir erinnerten uns immer gerne an die Zeit, die wir dort verbracht haben. „Wir kamen einst von Flörsheim-Dalsheim und blieben in Garons!“

Merci beaucoup et au revoir! Für die Pfadfinder aus Flörsheim-Dalsheim:
Katharina Kron und Helen Ansorg
   
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